Team

 

Stefan Schewe

Telefon: +49 431 9901973

E-Mail: schewest@googlemail.com

Sam, Promoter

Pressemitteilung zum zweijährigen Bestehen

Im Februar 2013: Zwei Jahre Kunde zu Kunde – Stefans Laden

 

Zwei Jahre nach der Eröffnung seines Geschäfts ist Stefan Schewe zuversichtlich, dass sich die Idee weiter durchsetzen wird. „Es kommen nach wie vor mehrmals wöchentlich neue Kunden in den Laden und sagen: Was für eine coole Idee.“

Bei Kunde zu Kunde – Stefans Laden mietet man sich wochenweise eine Präsentationsfläche oder Kleiderbügel und lässt seine Sachen in Kommission verkaufen. Das ist für viele bequemer als selber auf dem Flohmarkt oder bei ebay zu verkaufen. Man hat in der Regel einen höheren Erlös als beim An- und Verkauf. Und es bringt Stefans Kunden Spaß. Allein schon, dass man sich einen Preisauszeichner ausleihen kann, um seine Artikel bequem zu Hause mit einem Preisschild zu versehen, versetzt viele Kunden in Vorfreude: „Man findet immer mehr Sachen, die man nicht mehr braucht. Und zusammengerechnet sind die Dinge dann doch einiges wert.“

Bei Stefan hat sich das dreifache der Miete als Verkaufserlös etabliert. Das heißt: Wer für 10 € mietet hat im Durchschnitt etwa 30 € Umsatz. Viele haben mehr, manche „verdienen“ gerade so ihre Miete. Und manche gehen ganz leer aus. „Manche meiner Kunden wollen gar nicht unbedingt Geld übrig behalten, sondern ihre Sachen einfach nur loswerden, ohne sie wegzuschmeißen.“ Daher gibt es bei Kunde zu Kunde – Stefans Laden auch immer wieder einmal Mega-Schnäppchen.

Wenn man hingegen Sachen verkaufen will, für die es kaum Nachfrage gibt, dauert es mitunter sehr lange, bis man einen Käufer findet. „Ich brauche einen guten Ruf“, sagt Stefan. „Es ist schlecht für mich, wenn Kunden keinen oder zu wenig Umsätze machen. Daher rate ich ihnen schon manchmal ab oder schicke sie zu spezialisierten Händlern.“ Aber manchmal geht auch Stefan in seiner Prognose fehl. „Vor zwei Jahren zu meiner Eröffnung wurden bei mir viel Bleikristall und Römer angeboten. Davon habe ich fast nichts verkauft, so dass ich zukünftig meinen Kunden davon abriet, Bleikristall zu bringen. Ein Kunde, der es trotzdem versucht hat, hatte kürzlich ganz beachtliche Umsätze mit Römern. Man kann es jetzt also mit dem einen oder anderen Teil durchaus mal versuchen.“

Nach wie vor gehen jedoch Dinge, die klassischerweise in An- und Verkäufen, Second-Hand-Shops oder Medien-Antiquariaten zu finden sind, am Besten. „Nur dass die Miete bei mir meistens günstiger ist als die Marge vieler Händler.“

Was Mode angeht nimmt Stefan Schewe alles, was ordentlich ist. „Eine Second-Hand-Boutique nimmt meist nur Markensachen. Alles andere landete bisher auf dem Flohmarkt oder in der Kleiderspende. Gerade Kleidung aus dem mittelpreisigen Angebot z.B. von Karstadt, H&M, TCM, C&A blieb da auf der Strecke. Nun gibt es eine zusätzliche Möglichkeit, Kleidung zu verkaufen, die gerne angenommen wird.“

Wie geht es weiter? „Im zweiten Jahr habe ich mit meinem Laden ziemlich genau das verdient, was ich auch mit meinem Minijob verdiene, den ich am Wochenende ausübe: 400 € im Monat.“

Im dritten Jahr müsse das unbedingt mehr werden, sagt Stefan. „Es darf nicht sein, dass man nicht nur vollerwerbstätig ist, sondern auch noch unternehmerisches Risiko trägt, und das Einkommen dennoch kaum zum Leben reicht.“ Stefan Schewe setzt nicht allein darauf, dass die Umsätze aus Regalmieten weiter steigen. Er handelt jetzt zusätzlich und auf eigene Rechnung mit gebrauchten Herren-Jeans. „Die Markenhosen kaufe ich bei ebay ein und verkaufe sie dann mit Preisaufschlag. Der Vorteil: Bei mir im Laden gibt es eine Umkleide und man kann die Hosen also anprobieren – geht bei ebay nicht.“

Und drittens möchte Stefan durch Werbeaktionen und Sonderangebote neue Kunden gewinnen. Im Februar (Mietbeginn) geht’s gleich mit zwei Sonderangeboten an den Start:

  1. 10 Tage mieten und nur eine Woche bezahlen.

  2. Kleiderbügel für 1 € statt für eine jetzt zwei Wochen mieten

 



Pressemitteilung zur Eröffnung am 18.2.11

Am 18. Februar 2011 wird im Knooper Weg 118 das Geschäft “Kunde zu Kunde - Stefans Laden” eröffnet.

Inhaber ist Stefan Schewe, geb. am 10.6.65 in Kiel.

Stefan Schewe war bis dato mehr als 15 Jahre bei CinemaxX beschäftigt. Viele Gäste kennen ihn als “freundlichen Eisverkäufer” und einen der beständigsten Mitarbeiter.

“Es ist ein wirklich toller Job und es macht Spaß, die Arbeit mit Gästen, die ja zum Vergnügen da sind. Meine Maxime: Die Gäste da abholen und ihren womöglichen Verdruss über Kassenschlangen und Wartezeiten durch Freundlichkeit zu begegnen.”

Vor seiner Tätigkeit im CinemaxX war der gelernte Industriekaufmann neben seinen Soziologie- und Germanistikstudium sechs Jahre als Nachtkassierer in einer Tankstelle beschäftigt. “Und davor habe ich mein Abitur am Abendgymnasium neben meiner Arbeit als Personalsachbearbeiter gemacht.” - “Im Grunde sind es jetzt schon 25 Jahre mit Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit”, sagt der 45-jährige. “Da wurde es an der Zeit, mal etwas anderes zu versuchen.”

“Kunde zu Kunde - Stefans Laden” ist so eine Art ebay im Kleinen. “Ich bin ja schon lange Mitglied bei ebay und habe da schon manches Schnäppchen gemacht”, sagt der Existenzgründer. “Aber ich hatte auch oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich Dinge deutlich unter Wert ersteigert hatte.” Nur einmal hat er eine Ware als Anbieter eingestellt: “Es war eine nagelneue ungetragene Jeans, die dann für einen Euro wegging.” Eigentlich waren es 15 Cent, denn das Auktionshaus stellte ihm 85 Cent Gebühren in Rechnung.

Eine Freundin aus Niedersachsen erzählte ihm von einem Regalladen in ihrer Nähe. Dort mieten Verkäufer ein Fach in einem Regal und lassen ihre Dinge für eine Miete zu den von ihnen festgelegten Preisen verkaufen. Stefan Schewe war von dieser Idee von Beginn an angetan. “Eine wirklich tolle Idee”, sagt er, “man gibt seine Sachen dorthin, wartet eine Woche und kriegt dann sein Geld dafür.” Ohne ständig Kontoauszüge zu überprüfen und mehrmals die Woche zur Post zu laufen, um Pakete aufzugeben, ohne dass Versandkosten eingepreist werden, ohne dass man dafür einen Sonntag auf dem Flohmarkt verbringt, bei Wind und Wetter, was ja nicht nur Zeit kostet, sondern auch nicht gut für die Ware ist, ohne fremde Leute in der Wohnung, wenn man etwas per Kleinanzeige oder Supermarkt-Aushang zu verkaufen versucht.

Die Idee wucherte. “Es müsste so sein wie ein Wohnzimmer”, sagt Stefan. “Man kommt in den Laden und denkt unwillkürlich an die hundert Dinge, die man selber seit Jahren nicht mehr angefasst hat.” - “Es gibt zum Beispiel diese DVD ‘Der Club der toten Dichter’: Wie sehr ich diesen Film liebte. Er war mit ein Grund dafür, dass ich studierte. Ich sah ihn im Kino fünfmal und auf DVD zehnmal. Aber jetzt ziert er seit vielen Jahren nur noch mein Regal. Niemand hat mich darauf angesprochen und im Grunde könnte ich das Ding verkaufen. Aber ginge es für einen Euro weg und 85 Cent Gebühren oder würde es bei Wind und Wetter unansehnlich werden, ohne dass es den Besitzer wechselt: Das würde mir schon sehr Leid tun.” Lauter Dinge, die man mag oder einmal mochte. Stefan Schewe sagt: “Ich trenne mich jetzt von vielen Dingen, die ich seit Jahren nicht mehr in den Händen hatte.” Es sind viele Bücher, DVD und vielleicht auch wieder eine Jeans, die obschon gut erhalten, nicht mehr passt. Die DVD verkauft er nicht für 15 Cent und auch nicht für einen Euro. “Vier Euro würde ich für diesen Film wohl haben wollen”, sagt er. Und wenn die DVD dafür nicht weggeht? - “Denn behalte ich sie eben”, sagt er.

So stellt er sich seine Kunden vor. Leute, die den Wert ihrer Ware kennen. “Natürlich kann ich den Kochtopf, der mir ein paar Jahre lang gute Dienste geleistet hat, für einen Euro verkaufen, weil ich ein frisches Set für 199,95 € bei Karstadt erstanden habe und ihn einfach nicht mehr brauche. Er hat seinen Dienst für mich also quasi verrichtet. Ebenso könnte ich ihn aber auch wegwerfen und mir den Aufwand für den Verkauf sparen. Der Preis muss stimmen, für den Verkäufer muss deutlich mehr abfallen, als er für die Regalmiete bezahlt, und für den Käufer muss es deutlich weniger sein, als wenn er die Ware neu kauft.”

Außerdem gibt’s bei “Kunde zu Kunde - Stefans Laden” Candies, das sind Fruchtgummi und Lakritz zur Selbstbefüllung. “Ich selber bin so eine Naschkatze”, sagt er, “Und wenn ich mal privat ins Kino gehe, fülle ich mir eine klitzekleine Tüte mit allem, was ich am liebsten mag, ab.” Klitzeklein muss die Tüte jetzt nicht mehr sein, weil der Preis für 100 g “deutlich unter einem Euro” liegt. “An den Candies werde ich nicht viel verdienen”, sagt er. “Sie sollen Kunden in den Laden bringen, die sich denn hoffentlich auch für die Geschäftsidee und die Waren interessieren.”

Neuware ist aber bei “Kunde zu Kunde - Stefans Laden” nicht ausgeschlossen. “Mein Angebot richtet sich auch an Gewerbetreibende, die ihren Umsatz erhöhen wollen.” Denken tut Stefan Schewe da zuerst an viele kleine Spezialgeschäfte. “Jeder kann bei mir seine Waren einstellen, egal ob privat oder gewerblich.” Er denkt an “viele kleine Läden in Kiel und an der Peripherie.” In Schönberg (wo er wohnt) gibt es kleine Läden, “die ihr Sortiment sicher auch in Kiel verkaufen könnten”: Ob Teeservice oder maritime Dekoration, ob Elekroartikel, Bekleidung oder ausrangierte DVD - “was sich hier gut verkauft, das bestimmt auch da.” Das gilt auch für seinen früheren Arbeitgeber CinemaxX: Die beliebten Geschenkboxen werden auch in Stefans Laden erhältlich sein!

Und nicht zuletzt zählt “Stefans Laden” auf die vielen Heimwerker und Künstler: “Es gibt eine Kollegin von mir, die fertigt aus Filmbannern und LKW-Planen praktische und schöne Taschen, z.B. für Tabak, eine semiprofessionelle Fotografin will ihre (Kiel-)Bilder verkaufen, eine Schneiderin bietet im Laden ihre Hundedecken an, “bei 60° waschbar und viel günstiger als im Zoohandel.” Zudem hofft Stefan Schewe, dass viele Ideen von Handwerkern aus seiner Umgebung bald als Ware in seinem Laden angeboten werden: Selbsthergestelltes Briefpapier, Grußkarten, Kalender, witzige selbstgemachte Hausschuhe, gestickte Zierkissen.

“Ich würde mir sehr wünschen, dass bald Kunstgewerbe verstärkt meine Präsentationsflächen nutzt“: Kreatives, Gemaltes, Getöpfertes, Gestricktes, Geschriebenes, kunstvoll Hergestelltes - “Hier kann man mit seinem Hobby Geld verdienen.”

Ob sich der Weg zu “Kunde zu Kunde - Stefans Laden” für sie lohnt, erfahren interessierte Käufer täglich unter www.kunde-zu-kunde-kiel.de. Hier werden stets aktuell die neuesten Posten beworben. “Ladenhüter gibt’s nicht, weil der Kunde die Fläche in der Regel nur für eine Woche mietet. Und da es sich meist um Unikate handelt gilt: Wenn weg, dann weg. Von der Eröffnung bis Ende März gibt’s allerdings ein Spezialangebot: 10 Tage zum Preis von einer Woche und das sind für ein Regalfach zwischen 10 und 15 Euro.”

Kunde zu Kunde - Stefans Laden, Knooper Weg 118. 24105 Kiel, Tel. 0431-9901973, www.kunde-zu-kunde-kiel.de